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Das Handeln entgegen der Materialisierung
Ich möchte jetzt einen geistigen Prozess beschreiben, der ein ganz wesentliches und grundlegendes Element von Änderungsprozessen in der Persönlichkeit ist ...


Die richtige Trennlinie zwischen Erfahrung und Verhaltensänderung finden
Ich hatte den Prozess im letzten Kapitel als das Handeln entgegen der Materialisierung bezeichnet. Das ist der Begriff, der mir dazu intuitiv einfiel und er passt auch insofern, als man anders handelt, als es der Anschein der materiellen Welt vorzugeben scheint. Gleichzeitig ist dieser Begriff aber auch missverständlich, denn man handelt nicht entgegen knallharten materiellen Tatsachen ...


Krise und Transformation
Das Handeln entgegen der Materialisierung gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Der schönste Idealfall ist der: Man hat ganz klar die Ursachen einer unerwünschten Erfahrung erkannt und kennt auch die neuen Ideen, welchen man sein Verhalten zukünftig folgen lassen wird. Man kennt in aller Klarheit die Lösung und sieht den Weg zu einer neuen Entwicklung vor sich ...


Die Verwirklichung einer Idee als Erfahrung
An diesem Beispiel sieht man perfekt eine ganze Reihe von Zusammenhängen: Zunächst das Problem: Rückenschmerzen! Die Problemlösungsstrategie einer materiellen Weltsicht: "Du musst mehr für deinen Rücken tun." Schauen wir uns sozusagen unter dem Verhaltens-Mikroskop an, was ganz genau geschieht ...


Sich stellen
So klar, wie ich die Zusammenhänge im letzten Kapitel geschildert habe, sieht man sie zunächst natürlich nicht. So klar werden sie aber, wenn man beginnt, sich für die Erfahrung zu öffnen: Zuerst öffnet man sich für die negative Erfahrung an sich. Dann beginnt man die Reaktionen auf die Erfahrung zu sehen und stellt sie schrittweise ein: Keine Korrektur von Sitzhaltungen, keine guten Vorsätze, keine Rückenkurs-Anmeldungen, keine Gymnastik-Übungen aus schlechtem Gewissen heraus ...


Entwicklungsprozesse
Während ich hier sitze und schreibe, kommen allerlei Wahrnehmungen auf mich zu: "Du hast dich schon wieder in Details verzettelt", "Du bringst zu wenig Beispiele", "Die Gesamtstruktur ist schlecht gewählt". Es zerrt an mir und möchte, dass ich reagiere - dass ich mein Schreiben unterbreche, und die Mängel behebe. Würde ich das tun, dann wäre das die Geburtsstunde einer ganzen Reihe von Problemen ...


 


 

 
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